Schwarzwaldbahn Erlebnisfahrt "37 Tunnel unter Dampf" und Wanderung auf dem Eisenbahnerlebnispfad 28.03.2016

Gut beladen mit 24 Teilnehmern aus Bitz und 23 Teilnehmern aus Winterlingen fuhr der Bus gegen 9.00 Uhr in den Schwarzwald nach Sankt Georgen, um dort mit der Schwarzwaldbahn den interessantesten Teil der Strecke zwischen Sankt Georgen und Hausach zu befahren. Die Schwarzwaldbahn verbindet Offenburg mit Singen auf einer Strecke von 149 km. Dabei überwindet sie einen Höhenunterschied von fast 700 Metern.


Wanderführer und Eisenbahnkenner Roland Göttle von der OG Bitz hatte wieder alles bestens organisiert. So konnten wir um 11.00 Uhr im Bahnhof St. Georgen unser reserviertes Abteil besteigen und die Fahrt mit dem historischen Dampfzug ging los.


Wild-romantisch schlängelte sich die Bahnstrecke über und unter dem Schwarzwald hindurch. Der typische Dampfzuggeruch umwehte unsere Nasen. Die Dampflok stampfte und schnaufte ganz ordentlich auf diesem interessantesten Abschnitt der Strecke mit 37 Tunnels, davon gab es mal längere mal kürzere. Dieser Abschnitt gilt selbst heute noch als Meisterleistung der Ingenieurkunst. Der Dampfzug fuhr bis nach Hausach, dort wurde die Lok gewendet, und auf dem Rückweg ging es nochmals durch 19 Tunnels bis nach Triberg.


Leider fing es zwischenzeitlich an zu regnen und nur eine kleinere Gruppe entschloss sich den Erlebnispfad-Schwarzwaldbahn mit ca. 7,5 km zu begehen. Der größere Teil der Gruppe fuhr mit dem Bus bis in die Stadt hinein um zu bummeln, das Schwarzwaldmuseum oder die Triberger Wasserfälle – Deutschlands höchste Wasserfälle - zu bestaunen. Auf dem Kultur-Rundweg von Triberg konnte man die Wasserfälle, die Bergseebrücke einen Natur-Hochseilgarten, Messnerhäuschen, den Bergsee und eine Wallfahrtskirche bestaunen. Letztlich legten so auch diese Kurzwanderer eine Strecke von rund 4,5 km zurück.


Gegen 17.30 Uhr fuhren wir dann wieder vom Schwarzwald auf die Alb zurück. Als kleines Dankeschön überreichte VM Erath noch eine Flasche Wein an Roland Göttle.


Trotz des teilweisen wechselhaften Wetters herrschte im Bus eine gute und zufriedene Stimmung angesichts der vielen und interessanten Eindrücke des heutigen Tages.


Ingrid Erath, Schriftführerin

28.03.2016 Dampfzugfahrt und Triberg1.pd
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37 Tunnel

Hier gehts zu  der Dampfzugfahrt bitte folgen


Gezogen wird unser historischer Sonderzug von der vereinseigenen Dampflokomotive 52 7596.
Bei dieser Lokomotive handelt es sichum eine ehemalige Güterzuglokomotive der Baureihe 52.
Mehr als 8.000 Exemplare dieser Baureihe wurden einst in den Jahren 1943bis 1945 gebaut.Sie waren nach dem 2. Weltkrieg nahezu überallin Europa anzutreffen.
Unsere 52 7596 wurde 1944 bei der Wiener Lokfabrik gebaut, war bis 1974 bei den Österreichischen Bundesbahnen im Einsatz und ist seit 1975 bei den Eisenbahnfreunden Zollernbahn (EFZ) zu Hause.
Die aufwendige Restaurierung der Lok,die in großen Teilen in Eigenleistung in Rottweil erfolgte, dauerte von 2007 bis Dezember 2010
 
37 Tunnel 2
 

Facts zur Schwarzwaldbahn

Die Schwarzwaldbahn ist eine der schönsten und technisch interessantesten Bahnstrecken Deutschlands. Sie verbindet Offenburg und Singen (Hohentwiel) auf einer 149 km langen Strecke. Dabei gilt der Abschnitt Hornberg – Triberg – St. Georgen als äußerst reizvoll. Das besondere an diesem Streckenabschnitt besteht nicht nur in der Harmonie der Eisenbahnanlagen mit der Natur, sondern die Entstehung selbst gilt heute noch als Meisterleistung der Ingenieurskunst.

Kühne Kurven und finstere Tunnels schuf der geniale badische Ingenieur Robert Gerwig (1820 bis 1885) mit seiner 1873 vollendeten Schwarzwaldbahn. Mit einem Höhenunterschied von rund 670 Metern und einer maximalen Steigung von 20 Promille ist die Bahn mit 39 Tunnels eine der tunnelreichsten und brückenärmsten Gebirgsbahnen Europas. Der einzigartige Gedanke von Robert Gerwig war dabei, diesen Höhenunterschied mittels zwei Kehrschleifen zu überwinden. Dadurch ist die Schwarzwaldbahn eine der bekanntesten und Vorbild vieler anderen Gebirgsbahnen der Welt geworden, so z.B. bei der Gotthard-Strecke in der Schweiz.

Der Schwarzwaldbahn-Erlebnispfad mit Start- und Endpunkt am Bahnhof Triberg mit insgesamt 16 Verweilstationen gliedert sich auf in zwei Etappen „Unterer Erlebnisweg“ sowie „Oberer Erlebnisweg“, von jeweils ca. 6 km Länge, die auch miteinander verbunden werden können. Darüber hinaus besteht eine Einstiegsmöglichkeit in den Pfad aus Richtung Hausach – Hornberg bzw. aus Richtung St. Georgen. Auf Grund des alpinen Charakters der Landschaft sind die Touren für Kinder ab 6 Jahren geeignet. Sie sind nicht mit dem Kinderwagen befahrbar.

Ausgangspunkt für beide Touren ist der Bahnhof Triberg. Eine Ausstellung im Bahnhofsgebäude und Installationen im Bahnhofsbereich bilden den Auftakt und den Abschluss eines gelungenen Ausflugs auf den Erlebniswegen. Details über den Pfad sowie weiterführende Informationen werden dort für den Besucher bereit gehalten. Auch ist ein kleines Kino eingerichtet, in dem Kurzfilme zur Schwarzwaldbahn gezeigt werden.

Erlebnispfad

Unterer Erlebnisweg:


Erfrischungsmöglichkeit nahe der Station 2
Erfrischungsmöglichkeit nahe der Station 2

Länge: 6,5 km
Reine Gehzeit: Ca. 2 Stunden

Dieser Teil des Weges hat eher alpiner Charakter. Ausgangspunkt ist der Bahnhof Triberg. Der Weg führt zunächst talabwärts entlang des „Göttlerwegs“, dann zum unteren Dreibahnenblick an Station 2. Nach einem kurzen Stück zurück erfolgt der Abgang zur „Weltgrößten Kuckucksuhr“. Es folgt der steilere Anstieg bis zur Station 3. Einen beeindruckenden Ausblick genießt man vom Vierbahnenblick an Station 4. Weiter geht es direkt am Tunnelportal des Gremmelsbacher Tunnels an Station 5 hoch bis zum oberen Dreibahnenblick an Station 6. Ein völlig anderes Panorama mit einer offenen Landschaft und einer tollen Ansicht auf Triberg bietet sich dem Besucher an Station 7. Es folgt der Abstieg zur Station 8 am Gerwig-Denkmal beim Triberger Bahnhof.

Oberer Erlebnisweg:

Bahn und Natur im Einklang bei Station 10
Bahn und Natur im Einklang bei Station 10

Länge: 6 km
Reine Gehzeit: Ca. 2 Stunden

Nach dem Steilanstieg vom Bahnhof über das Gerwig-Denkmal an Station 8 und die Station 9 im Gebiet Hohnen, genießt man herrliche Ausblicke auf die Bahn an den Stationen 10 und 11. Einen schönen Aufenthaltscharakter bieten die Stationen 13 und 14 beim Bahnübergang Kreisbach am hinteren Ende des oberen Erlebniswegs. Der Weg führt zurück über den ehemaligen Bahnhof Nußbach bei Station 15 sowie dem schönen Postkartenmotiv an Station 16 bis an den Triberger Bahnhof.

Eine direkte Verbindung beider Touren besteht zwischen Station 7 und 8. Hier die Übersicht der einzelnen Stationen mit Kilometerangaben, gerechnet ab dem Bahnhof Triberg, sowie eine Höhenangabe der Station.


Erlebnispfad

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